Tangalle

Abseits der Touristenorte mit großen Hotelanlagen liegt im Süden Sri Lankas ein kleines Fischerdorf, in dem der Massentourismus noch nicht Einzug gehalten hat. Zwar reihen sich an der Küstenstraße mehrere Gästehäuser aneinander, in diesen Unterkünften stehen aber meist nur drei bis fünf Gästezimmer zur Vermietung.

Kleine, aber feine Boutiquehotels bieten auch ein wenig Luxus. Das Publikum ist leicht einzuordnen: Rucksacktouristen, die den malerischen Strand genießen und Ruhesuchende, die die Unberührtheit der Region zu schätzen wissen.

Zudem bietet sich Tangalle als Zwischenstopp von/zu den bekannten Nationalparks Bundala und Yala an, die östlich der Stadt liegen. Buntes Treiben findet in Tangalle nur am Markt und am Hafen statt. Ein Spaziergang durch das authentische Städtchen gibt einen guten Einblick in das Leben der Einheimischen.

Der etwa zwei Kilometer lange Strand verfügt über herrlich feinen Sand goldgelber Farbe, der zum Baden einlädt. Außerhalb von Tangalle begeistern weitere malerische Buchten und menschenleere Strände, wie etwa der zehn Kilometer entfernte Rekawa Beach.

Hier gibt es kaum Hotels und Besucher, sondern einfach nur einen atemberaubenden Strand am türkisblauen Meer. Lange Spaziergänge, ausgiebiges Sonnenbaden sowie Planschen und Schwimmen in relaxter, einsamer Atmosphäre stehen am Rekawa Beach am Programm.

Tangalle liegt an der Südküste Sri Lankas, etwa 37 Kilometer vom westlich gelegenen Matara und knapp 80 Kilometer von Galle. Im Osten befindet sich nur mehr eine größere Stadt, Hambantota, das etwa 50 Kilometer entfernt ist und in unmittelbarer Nähe zum Bundala National Park liegt. Der bekannte Yala National Park, der sich ebenfalls östlich von Tangalle befindet, ist in rund zwei Fahrstunden zu erreichen. Für den Transfer zum internationalen Flughafen, der durchs Landesinnere führt, sind dreieinhalb bis vier Stunden Fahrzeit einzuplanen.

Tangalle Südküste Sri Lanka Sri Lanka – Tangalle atemberaubende und menschenleere Strände

Ein Naturspektakel der anderen Art bietet das Hummanaya Blow Hole, zehn Kilometer westlich von Tangalle. Das „Blasloch“ ist rund einen Meter breit und 20 Meter tief und schießt etwa alle 10 bis 15 Minuten kräftige Wasserfontänen in die Luft. Der Anblick, wenn das Wasser zwischen den Felsen herausschießt, ist ein beeindruckendes Fotomotiv. Während des Südwestmonsuns von Mai bis September bieten sich die spektakulärsten Bilder, denn der hohe Seegang sorgt für bis zu 15 Meter hohe Fontänen.

Natur pur ist auch am Rekawa Beach zu erleben, denn der Strand ist den gefährdeten Meeresschildkröten eine Heimat. Alljährlich kehren die geschützten Tiere zur Eiablage an den schönen Strand zurück. Eine Beobachtung der gefährdeten Spezies ist ausschließlich im Zuge einer geführten Tour möglich, die immer abends von Januar bis Juli von Mitarbeitern der Organisation Turtle Conservation Project durchgeführt wird.